2025/26 Session 1
Seit unserer letzten Zusammenkunft im Mai ist ein ereignisreicher Sommer vergangen. In Luzern wie auch weltweit prägten bewegte Monate das gesellschaftliche und politische Geschehen. Das Lucerne Festival feierte seine letzte Ausgabe unter der Leitung von Michael Haefliger und zog über 100’000 Besucherinnen und Besucher an. Auch touristisch erlebte die Region einen aussergewöhnlich starken Sommer – mit Rekordzahlen bei den Zentralschweizer Bergbahnen und einem fast tropischen August, der sogar eine Hitzewarnung des Bundes auslöste.
Auf kommunaler Ebene sorgte die Stadt Luzern mit der Einführung des neuen Tagesschulmodells ab 2026 für Schlagzeilen. Im September stimmte die Bevölkerung über mehrere nationale und kantonale Vorlagen ab – in der Stadt wurde der Bundesbeschluss zu den kantonalen Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften abgelehnt. Auch die städtebaulichen Entwicklungen schreiten voran: Der geplante Umbau des ehemaligen Carparkplatzes beim Inseli zum neuen Stadtquartier wurde vom Parlament gutgeheissen und wird das Stadtbild in den kommenden Jahren prägen.
In Reussbühl selbst blickten wir auf eine erfolgreiche Kilbi zurück, die mit zahlreichen Besuchern und geselliger Stimmung ein Höhepunkt des Quartierlebens war. Auch die Luzerner Mäss scheint kein Ende zu nehmen – ein erfreuliches Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Freude an Traditionen.
Zu Beginn der Session begrüsste Markus Nogara die Mitglieder und Gäste und eröffnete den Abend traditionsgemäss mit dem Läuten der Glocke. Nach einem kurzen Rückblick über das Vereinsgeschehen und aktuellen Mitteilungen folgte die Vorstellung der neuen Mitglieder, die sich mit einem kurzen persönlichen Satz der Runde vorstellten und herzlich aufgenommen wurden.
Im Hauptteil des Abends durften wir die höchste Luzernerin, Mirjam Fries, Präsidentin des Grossen Stadtrats, willkommen heissen. In einem abwechslungsreichen und fein abgestimmten Interview gewährte sie Einblicke in ihre Kindheit in Littau, sprach über ihren beruflichen Werdegang, ihre Werte und ihre Vision für Luzern. Sie beschrieb die politische Arbeit im Stadtparlament mit seinen 48 Mitgliedern und vier Kommissionen, erläuterte die bevorstehenden Geschäfte – von der Gemeindestrategie 2026–2035 bis zum Budget 2026 – und zeigte, wie sich Luzern im Spannungsfeld von Wachstum, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung bewegt.
Besonders eindrücklich war ihre ruhige, reflektierte Art, mit der sie Politik greifbar und menschlich machte. Themen wie Quartiergeist, soziale Verantwortung und Bildung standen dabei im Zentrum. Auch die anstehende Diskussion um Wohnraum, Verkehr und Energie fand im Publikum reges Interesse.
Zum Abschluss dankte Markus Nogara Mirjam Fries für das offene Gespräch und ihre inspirierenden Einblicke in Kindheit, Beruf und Politik. Er würdigte ihren reflektierten Führungsstil und ihre Nähe zu den Menschen – Eigenschaften, die sie als Präsidentin des Grossen Stadtrats Luzern besonders auszeichnen.
Nach grossem Applaus klang der Abend bei angeregten Gesprächen und einem Glas Wein im Restaurant Philipp aus. Die erste Session des Vereinsjahres 2025/26 bot damit nicht nur einen spannenden Einblick in die städtische Politik, sondern auch einen gelungenen Auftakt in ein neues Vereinsjahr voller Begegnungen, Austausch und Reussbühler Gemeinschaftsgeist.
Wir danken an dieser Stelle unseren Neumitgliedern herzlich für die grosszügige Kaffeerunde zum Abschluss des Abends und heissen sie nochmals von Herzen willkommen in der Abendgesellschaft Reussbühl.
Für die Abendgesellschaft Reussbühl
Markus Nogara